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By Stefan Gillich, Rolf Keicher

In verschiedenen Aufsätzen wird der Frage nachgegangen, wie es um die sozialen Rechte von Menschen in Deutschland und in Europa bestellt ist. Der Bogen ist gespannt vom grundsätzlichen Verständnis des unterschiedlich verwendeten Armutsbegriffs über praktische Anwendungsbeispiele bis hin zu Beispielen neuerer Rechtsprechung im Umgang mit ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen. Es wird die Frage aufgeworfen, ob der Zugang zu Bürgerrechten für arme Menschen in gleichem Maße gewährt ist, wie für alle anderen oder ob gar Entwicklungen zu einer Entbürgerlichung sozialer Randgruppen zu beobachten sind.

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Was bedeutet es im Angesicht des Kreuzes, dass alte Menschen wachsend häufig eine Rente unter dem Existenzminimum haben, obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet haben? Was bedeutet es für uns, dass zehn Prozent der Bevölkerung in Europa über fünfzig Prozent des Geldvermögens in der Hand haben? Was bedeutet es schließ- Menschenwürde und sozialer Ausgleich gehören zusammen 49 lich, dass in vielen Ländern dreißig bis vierzig Prozent der Menschen nicht mehr zur Wahl gehen, also von der Demokratie und einer europäischen Sozialordnung nichts mehr erwarten?

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