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By Johann Chapoutot, Walther Fekl

Die nationalsozialistische Weltanschauung und ihre Grundlagen beschreibt Johann Chapoutots Buch in einer sprachlich faszinierenden, umfassenden Darstellung und examine. Fundiert beschreibt er, wie weltanschauliche Inhalte im NS-Staat umgesetzt, rechtlich fundiert und als Handlungsanleitung der Gewaltherrschaft im Krieg etabliert wurden.

Diese Ideen-und Ideologiegeschichte der NS-Zeit in den Jahren zwischen 1933 bis 1945 - mit Rückgriffen und -blicken bis ins ausgehende 19. Jahrhundert - fußt auf einem überwältigend breiten Quellenkorpus. Mittels unzähliger Zeugnisse von NS-Ideologen, Wissenschaftlern und Journalisten, eindrücklichen Propagandamaterialien, Reden, Korrespondenzen und vielem mehr erarbeitet Chapoutout die geistigen Grundlagen des ›Dritten Reichs‹. Großartig formuliert ist dies eine in dieser shape kaum zu erreichende Gesamtdarstellung des nationalsozialistischen Denkens.

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Ricardo and the History of Japanese Economic Thought: A Selection of Ricardo Studies in Japan During the Interwar Period

David Ricardo’s theories have been brought in fragments in Japan after the Meiji recovery of 1868 and his paintings got here into prominence past due compared to different significant thinkers figuring within the heritage of monetary thought.

The publication seeks to examine the experiences in Japan from the yr 1920 to the tip of the Thirties – through the time sooner than the outbreak of the second one global warfare, while even the examine of classical economics grew to become tough. The booklet covers diversified features of his works and comprises components that may be fascinating to overseas or even jap readers this present day with no unavoidably coming below the impression of Marx’s studying. It provides works on Ricardo which are at this time, entirely unknown to the Ricardo students and extra more often than not to the historians of financial notion outdoors Japan.

This ebook is a vital learn at the historical past of monetary suggestion in Japan.

Mantik, Schicksal und Freiheit im Mittelalter

Seit jeher haben Menschen ein reges Interesse daran, mehr über ihre Zukunft zu erfahren, wobei immer auch die Frage nach Schicksal und Freiheit des Indi­viduums gestellt wird. Philosophen, Historiker und Philologen untersuchen in diesem Band zum einen verschiedene mantische Praktiken des Mittel­alters auf deren theoretische Grundlagen und ihre Aus­füh­rungen.

Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin in Mittelalter und Renaissance

Die Destruktion der rationalen Psychologie als Doktrin ist, dem gangigen Urteil nach, das Verdienst von David Humes Essay Of the Immortality of the Soul und Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft. Hume und Kant stellen aber nur Hohepunkte einer Bewegung dar, deren Beginn wesentlich fruher anzusetzen ist. Die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele gehorte in Mittelalter und Renaissance zu den meistdiskutierten und meistumkampften Themen. Die Studie stellt in detaillierten Analysen die damalige culture der methodologisch streng philosophischen Kritik an den Unsterblichkeitsbeweisen vor, die uber Heinrich von Harclay und Wilhelm von Ockham, Johannes Buridan und seine Schule (Peter von Ailly, Lorenz von Lindores, Heinrich Olting von Oyta, Marsilius von Inghen, Paul von Worczyn, Benedikt Hesse von Krakau, Biagio Pelacani von Parma) zu Pietro Pomponazzi fuhrt. Dabei wird auch eingegangen auf die Verbindungen Martin Luthers zu dieser culture. Die Darstellung des Einflusses dieser culture auf die deutsche Aufklarung schliesst die Studie ab. Ein umfangreicher Anhang bietet erstmalig zahlreiche aus den Handschriften erhobene Texte der genannten philosophischen Richtung, deren hier prazis nachgewiesenes kritisches power fur ganze Epochen der Geistesgeschichte konstitutiv gewesen ist. Interessierte: Historiker der Philosophie des Mittelalters, der Renaissance und der Aufklarung.

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Doch auch deren Autoren bekennen sich nicht dazu, ihn verstehen zu wollen. Derartige Veröffentlichungen haben sich erst nach 1995 entwickelt. Das lässt sich auf zweierlei Weisen erklären. Die erste hat mit der Unmenge an Dokumenten zu tun, die man im ehemaligen Ostblock vorgefunden hat. Diese Erneuerung der Kenntnisse über die Verbrechen, aber auch die Pläne der Nationalsozialisten hat zahlreiche Historiker veranlasst, den Motiven zu diesem gigantischen Eroberungs-, Kolonisierungs- und Ausrottungs- wie biologischem Erneuerungsprogramm neu nachzuspüren.

Für viele ist diese Zeitspanne weiter zu fassen, denn für sie geht das Übel zurück auf die Übernahme des spätrömischen (und verjudeten) Rechts im Frühmittelalter bzw. sogar auf die christliche Missionierung Germaniens oder gar auf den Verlust germanischen Blutes in den Peloponnesischen Kriegen … Die moralischen und historischen Irrungen und Wirrungen des germanischen bzw. deutschen Volkes reichen bis tief in die Vergangenheit: entwurzelt, seiner Form und seines Zusammenhalts beraubt, ist es seit Jahrhunderten – und verstärkt seit 1789 – gehalten, Regeln zu gehorchen, die offenkundig sein Leben beeinträchtigen.

Das ist gewiss verdienstvoll, denn die Holocaust-Leugner lauern überall. Aber man verfehlt auf diese Weise eben auch den Sinn dieses Tuns, denn die Gedankenwelt des Nationalsozialismus bleibt so im Wesentlichen unerkannt. Wir kennen zwar die Grundzüge der NS-Weltanschauung, auch wenn ihre Darstellung in Lehrwerken oft fehlerhaft ist. Gewiss haben sich große Historiker mit der Entstehung, Ausformulierung, Übernahme und Verbreitung dieser Vorstellungen befasst. Auch gehen die Biographien einiger Haupt- oder Nebenfiguren des NS-Systems auf Diskurse und Texte ein und liefern Zitate als Belege für ihre Aussagen.

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